Seniorchef Fritz Kreutzpointner II. gestorben

Burghausen, 2. Mai 2017 - Die Elektro Kreutzpointner Unternehmensgruppe trauert um ihren Seniorchef Fritz Kreutzpointner II., der letzten Samstag, 29. April, im 88. Lebensjahr verstorben ist.

Die Firma war sein Leben. Ohne ihn wäre unser Unternehmen nicht da, wo es heute steht.

Als Inhaber und Chef hat er mit großem Unternehmergeist, Tatkraft und seinem untrüglichen Gespür die Firma Kreutzpointner über vier Jahrzehnte sicher in die Zukunft gesteuert.

Er war ein großer Unternehmer, der nicht nur unsere Firma, sondern auch viele Mitarbeiter geprägt hat. Deren Wohl war ihm dabei immer ein besonderes Anliegen.

Sein Lebenswerk führen wir gerne in seinem Sinne weiter.

Er wird uns unvergessen bleiben.

Geschäftsführung, Betriebsrat und alle Mitarbeiter der Firma Elektro Kreutzpointner

Das Requiem findet am Montag, 08.05.2017 um 9.30 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Konrad in Burghausen statt, anschließend Beisetzung im Friedhof Burghausen.

NACHRUF IM ALT-NEUÖTTINGER ANZEIGER VOM 4. MAI 2017

Fritz K. II. – Patriarch in Familie und Firma

Zum Tod von Fritz Kreutzpointner (87) – Vielschichtiger Mensch mit vielschichtiger Vita

Burghausen. Eine erfolgreiche Unternehmer-Persönlichkeit, ein tätiger Förderer der Vereine, ein großer Unterstützer des Mittelstandes sowie ein geliebter „Familien-Patriarch“ – all das war Fritz Kreutzpointner II.. Am 29. April ist der Senior-Chef des gleichnamigen Burghauser Elektro-Unternehmens im Alter von 87 Jahren gestorben.


Schon seit ein paar Jahren plagten Fritz K. II. gesundheitliche Probleme. Das hielt ihn aber nicht davon ab, sich weiterhin für das gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Leben in seiner Heimatstadt Burghausen zu interessieren. Und in der Firma war er immer gern gesehen, ein kluger Ratgeber auch im Ruhestand. Die Spuren seines Wirkens sieht und spürt man bis heute.

Gegründet hat das Unternehmen 1923 der Vater des nun Verstorbenen, Fritz K. I., als Ein-Mann-Betrieb mit Elektroinstallation und Ladenverkauf in den Grüben. Er trieb die Versorgung mit Strom in den Landgemeinden voran und eröffnete später das erste Elektrofachgeschäft in Burghausen. Die Elektro-Verkabelung des Werks Gendorf war ein weiterer Meilenstein, so wie auch der Umzug in die Marktler Straße, die Beteiligung am Bau des Burghauser Krankenhaus und die Rahmenverträge mit der Burghauser und Gendorfer Industrie für die Mess-, Steuer- und Regeltechnik (EMSR).

Fritz K. II. übernahm das Unternehmen 1966 mit rund 120 Mitarbeitern. Der damals 36-Jährige war Elektromeister. Er baute die Verbindungen zur Industrie aus, stieg 1975 ins Küchengeschäft ein und begründete den Schaltanlagenbau – bereits am neuen Standort an der Burgkirchner Straße. Er erkannte das Potenzial des neuen Münchner Flughafens, gründete dort eine Niederlassung. 1996 wagte er den Sprung in die neuen Bundesländer, in Freiberg in Sachsen entstand die AEK GmbH. 2001 kam eine Niederlassung in München-Riem hinzu. 2002 übergab Fritz K. II. an seinen Sohn Fritz K. III., der seither das Unternehmen weiter auf- und ausbaut. Die Gruppe erreichte 2015 rund 100 Millionen Euro Umsatz bei mittlerweile über 1000 Mitarbeitern. Es ist ein Aufstieg vom Mittelstandsbetrieb mit regionaler Ausrichtung zu einem der größten familiengeführten EMSR-Dienstleister in Bayern.

Innovationskraft und Geschäftssinn schreiben diese Erfolgsgeschichte, mindestens so sehr aber auch die Familie – das hatte Fritz K. II. schon von seinen Eltern gelernt. Und diesem Vorbild folgte er. „Ohne meine Gretl hätte ich es nie so weit gebracht“, hat er über seine Frau Margarete immer liebevoll gesagt. 1959 haben sie geheiratet. Sie war bei Firmenentscheidungen an seiner Seite, kümmerte sich gleichzeitig um die drei Kinder Peter, Gaby und Fritz III..

Fritz K. II. ist allzeit eine öffentliche Person gewesen, er liebte die Gesellschaft. Und diese Liebe hat er in Jugendzeiten im Sport ausgelebt. Fritz K. II. war ein begeisterter und vor allem hervorragender Schwimmer. Aus dieser Zeit stammte sein Spitzname „Fridscho“, der ihm bis ins Alter geblieben ist. Ebenso wie die Liebe zum Wöhrseebad − über 50 Jahre ging er hier seinen drei Lieblingsdisziplinen nach: „Schwimmen, Schach spielen und schöne Mädchen bewundern“, wie er gegenüber der Heimatzeitung zugab.

Neben seinen sportlichen Aktivitäten, zu denen auch Reiten und Ski fahren gehörten, war Fritz K. II. ein immer präsenter Kämpfer für Burghauser Belange und exponierte sich auch mit nicht selten unbequemen Wortmeldungen − sei es als Vorstandsmitglied im Krankenhaus-Förderverein, sei es als Mitglied beim Werbering und Gewerbeverband, das die Stadtpolitik zu Aktivitäten zugunsten des Mittelstandes bewegt hat. In vielen Vereinen war Fritz K. II. darüber hinaus Mitglied – Turnverein 1868, Alpenverein, Liedertafel, Feuerwehr, Trachtenverein oder Heimatverein. Und in der CSU, die es trotz vieler Versuche nie geschafft hat, ihn für ein öffentliches politisches Amt zu gewinnen; er wollte lieber ohne Rücksicht auf die Fraktionsräson seine Meinung vertreten.

Anlässlich seines 80. Geburtstags am 16. Januar 2010 schrieb die Heimatzeitung, Fritz K. II. könne auf ein bewegtes, ein glückliches, vor allem aber privat und beruflich erfolgreiches Leben schauen. Charakterisiert wurde ein „vielschichtiger Mensch mit einer vielschichtigen Vita“. Diese hat sich nun gerundet.
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