Elektrotechnik für neues ICE-Instandhaltungswerk der DB in Cottbus
Freiberg/Burghausen/Gangkofen. In Cottbus im Bundesland Brandenburg investiert die Deutsche Bahn rund eine Milliarde Euro in den Bau eines neuen ICE-Instandhaltungswerks. Die Kreutzpointner Firmengruppe ist dort beauftragt mit Teilen der Planung sowie der Installation der Elektro-, Nachrichten- und Informationstechnik für eine viergleisige Instandhaltungshalle. Mit einem Volumen im zweistelligen Millionenbereich ist es das bisher größte Auftragsprojekt der 103jährigen Kreutzpointner-Unternehmensgeschichte. Die AEK, Kreutzpointner Sachsen, steuert das Gesamtprojekt und verantwortet das elektrotechnische Herzstück.
Die DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH errichtet in Cottbus im Bundesland Brandenburg Europas modernstes Instandhaltungswerk. Auf dem traditionsreichen Werksgelände, das bereits 1873 erbaut wurde, wird bis Ende 2026 ein hochmoderner Standort für die Instandhaltung der ICE-4-Flotte gebaut. Damit schafft die Deutsche Bahn 1.200 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze.
Beauftragt von ENGIE Deutschland GmbH, der deutschen Tochter des börsennotierten französischen Energieversorgungskonzerns, verantwortet die Kreutzpointner-Gruppe auf dem Gelände des Instandhaltungswerks die Elektro-, Nachrichten- und Informationstechnik für eine neue viergleisige ICE-Wartungshalle, die 550 Meter lang und 250 Meter breit ist. Die Halle setzt sich aus fünf Gebäudeteilen zusammen: Neben der Gleishalle entstehen ein Lager, ein Gebäude mit Nebenwerkstätten, mehrere Einzelwerkstätten sowie ein Verwaltungs- und Sozialgebäude. Vier Kreutzpointner-Gesellschaften sind hier seit Mitte 2025 im Einsatz: Federführend ist die AEK aus Freiberg/Sachsen. Unterstützt wird sie dabei von Kreutzpointner Rumänien (AER) sowie von der bayerischen Stammgesellschaft Elektro Kreutzpointner in Burghausen und von Kreutzpointner energy aus dem niederbayerischen Gangkofen.
Die Fertigstellung der ICE-Instandhaltungshalle ist für Oktober 2026 vorgesehen. Am 1. Februar 2027 soll hier der erste ICE einrollen. Das Auftragsvolumen für Kreutzpointner bewegt sich im zweistelligen Millionenbereich und ist bisher das größte in der Geschichte des Familien geführten Elektrotechnik-Unternehmens. In der Spitze sind mehr als 100 Kreutzpointner-Fachkräfte vor Ort im Einsatz.
Gewaltige Materialdimensionen
Die AEK steuert das Gesamtprojekt und bildet das technische Herzstück der Kreutzpointner-Leistungen in Cottbus: Sie unterstützt den Kunden bei der Planung und führt den Kabelwegeausbau, den Verteilungsbau, die Sicherheits- und Allgemeinbeleuchtung, Datennetze, Zeiterfassung und Uhrensysteme aus. Auch die Materialdimensionen zeigen die Größe des Projekts: Insgesamt werden rund 12.000 Leuchten installiert, an die 150 Unterverteilungen gebaut und mehrere tausend Meter Kabelwege und Kabel verlegt. Die rumänische AER ist auf der Baustelle für die Elektroinstallationsarbeiten und den Kabelzug verantwortlich. Von Burghausen aus ist das Engineering von Elektro Kreutzpointner verantwortlich für die strukturierte Aufbereitung der Planungsunterlagen und begleitet den gesamten Freigabeprozess der Deutschen Bahn. Die Gangkofener Kreutzpointner energy GmbH sorgt für nachhaltige Energie am Standort: Auf den Hallendächern errichtet sie eine Photovoltaikanlage mit rund 7.000 Modulen, die künftig einen wesentlichen Beitrag zur Energieversorgung des Werks leisten wird. Zum Leistungsumfang gehören dabei auch der Kabelwegeausbau, der Kabelzug und die Inbetriebnahme der Anlage.
Kreutzpointner-Kräftebündelung
AEK-Geschäftsführer Ulrich Marschner sagt: „Unter Federführung durch die AEK ist es mit unseren drei Schwesterfirmen erstmals gelungen, vier Unternehmen der Kreutzpointner Gruppe in einem gemeinsamen Auftrag zu vereinen und unsere Kräfte zu bündeln. Dieses Projekt zeigt eindrucksvoll, dass wir uns nun auch an große Vorhaben heranwagen und unsere Produktpalette deutlich erweitern können.“ Für Fritz Kreutzpointner, den Geschäftsführenden Gesellschafter der Firmengruppe, ist ein weiterer Aspekt von großer Bedeutung: „Cottbus ist schon ein äußerst anspruchsvolles Megaprojekt für uns. Da wir dies aber bewältigen können, ist es für uns ein weiterer Meilenstein zur Spitze der privat geführten Elektrofirmen in Deutschland. Besonders wichtig ist, dass die gesamte Leistung innerhalb unserer Firmengruppe erbracht wird und nicht an externe Unternehmen vergeben werden muss. Für den Endkunden bedeutet das: ein einziger Ansprechpartner, klare Strukturen und höchste Qualität aus einer Hand.“
– mko

